21. Mai 2008

über die arbeit

...das gedicht noch passend zu den bildern. seither tut sich vieles. vor allem arbeit, und beschäftigung mit arbeit. ich bin jetzt im 2. semester, onlinephase. die aufgabenstellung folgt dem gleichen konzept wie auch letztes semester. wir analysieren einen begriff, betrachten ihn durch verschiedene brillen sozusagen. alle 10 tage gebe ich eine hausübung ab über arbeit in meiner kultur, meiner religion, meiner verfassung, meiner sprache. und ganz wichtig: alles aus meiner eigenen perspektive. das schöne dran ist: ich merke jedesmal wieviel ich letztes semester hinsichtlich akademischen schreibens gelernt habe, echt beeindruckend. :-)

da ich noch nicht herausgefunden habe wie ich hier pdfs hochladen kann werde ich fragmente aus dem bisher geschriebenen in die posts einfügen...

auch passend zu den bildern, onlineseminarbetreuerin ist dieses semester daniela ingruber www.nomadin.at inklusive nomadinnengedichte. sehr spannend.

einstweilen sucht mich das fernweh heim, meine ideen/pläne reichen von auslandvoluntariat bis zu projekteinsatz mit horizont 3000 bis hin zu: auf nach oacaca, mexiko, freunde besuchen u job suchen...wenn da nicht die arbeit wäre....

gerade in planung: ein benefizfest für mein studium, denn billiger wirds nicht und tanzen ist immer gut...genaueres folgt...

jede ist eine künstlerin

Jeder mensch ist ein künstler

lass dich fallen. lerne schlangen zu beobachten
pflanze unmögliche gärten
lade jemand gefährlichen zum tee ein
mache kleine zeichen, die 'ja' sagen
und verteile sie überall in deinem haus

werde ein freund von freiheit und unsicherheit
freue dich auf träume
weine bei kinofilmen
schaukle so hoch du kannst mit einer schaukel bei mondlicht

pflege verschiedene stimmungen
verweigere dich, 'verantwortlich zu sein' - tu es aus liebe!
mache eine menge nickerchen
gib geld weiter. mach es jetzt. das geld wird folgen
glaube an zauberei, lache eine menge
bade im mondschein

träume wilde, fantasievolle träume
zeichne auf die wände
lies jeden tag
stell dir vor, du wärst verzaubert
kichere mit kindern. höre alten leuten zu
öffne dich. tauche ein. sei frei. preise dich selbst

lass die angst fallen, spiele mit allem
unterhalte das kind in dir. du bist unschuldig
baue eine burg aus decken. werde nass. umarme bäume
schreibe liebesbriefe

Joseph Beuys

24. März 2008

meine bilder
















so jetzt funktionierts mit den fotos...die bilder hab ich nach den atemsessions gemalt. karawane...tanzende zigeunerinnen, leichtigkeit..farben...unterwegs sein...tanzen...so stelle ich mir mein leben vor :-)


9. März 2008

politischpoetische farben

Vielleicht widme ich mich irgendwann der politischen poesie. Dieses wort hat eine unglaubliche anziehung auf mich. Eine möglichkeit, über sprache und deren neukreirung, politisierung, auszubrechen aus der kommerzialisierten shopping welt und subversiv dagegen zu arbeiten. Mit einem neuen mittel, einer neuen sprache. Ohne die shopping welt sprache zu reproduzieren. Eine ähnliche wirkung hat holotropes atmen, wobei nur die sprache des bewussten und zwischenbewussten (wo auch immer) existiert. Es schafft zugang zu leidenschaften und inneren bildern, befreit von schmerzen und druckstellen, die wir uns aufoktruieren lassen von den fesseln der oberflächlichkeit. Und danach bin ich mir sicher, dass ich so viele farben in mir habe, so viel energie, um teile meiner welt umzufärben, sie bunt und leuchtend zu gestalten...
....es werden immer intensivbunte politischpoetische farben und worte in mir sein....

perspektiven

bin beim umstellen, abarbeiten, einarbeiten, resümieren, wieder im turbulenten alltag der bei mir nie alltag ist, trotzdem hab ich das gefühl es gibt so viel mehr, ich will mehr, ...schwer zu beschreiben, ich fühle mich verändert…bewegt in mir, obwohl sich nicht viel verändert hat, äußerlich...es hat grade erst begonnen...

das letzte paper gestern nacht abgeschickt...im folgenden einige fragmente daraus....

...ich brauche vor nichts angst zu haben. ich bin völlig geborgen in dieser gegend. in den bergen den seen in der weite der hügel. mein herz saugt das alles auf und hat es in sich. ein großes glück da zu sein in diesem akademischen kurs von verrückten lebensliebhaberInnen. von leuten die wach und respektvoll durch die welt gehen, die ereignisse von sich ausgehen lassen, eigene gedanken ändern und in eine gewisse friedvolle richtung denken. weitblick statt kleinkariertheit, eine große offenheit und respektvolle begegnung von unterschiedlichkeiten, verrücktheiten..

Sehr wichtig für das verständnis eines energetischen weltbildes war für mich folgende diskussion. Es hat mein bild von im moment leben zurückgeholt auf die erde. Hat es geerdet, sozusagen. Die frage war von Paul, dem vater, sinngemäß: How can I combine singing mantras and living in the present moment with planning for my family, how does it help me to get out of poverty, how can I manage to balance the search for enlightenment with the outside world? I have to look into future somehow! Eine antwort: It is just a moment of awareness: die verwirklichung des daseins im jetzigen moment, das ist erleuchtung.

If you live in this world than you will get enlightenment. (aus einer Geschichte von Schmiem)

Wichtig ist es, einen klaren kopf zu haben, a clear mind, um den alltag zu bewältigen. Ja das revolutionäre feld des alltags, die kleinen dinge und täglichen revolutionären handlungen, die die welt verändern sollen. Nichts nehme ich mir so stark mit aus diesem peace studies semester als diese aktivistische alltagstheorie von michel de certeau. Niemand kann mir sagen stillzusitzen wenn ich laufen will.

die kleinen dinge also sind wichtig. singen, gehen, tanzen, essen, lesen, atmen! hier seh ich den ansatz einer verbindung. eine möglichkeit, frei und widerständisch zu atmen, für mich selbst und mein friedliches wirken in der welt…

27. Februar 2008

zwischen obertönen und abschiedsliedern

wir haben grade eine beeindruckende obertongesangvorführung gehört....diese woche arbeiten wir mit marcus riccabona, der ist recht bekannt für obertongesang
www.oberton.at

musik als friedensstiftendes mittel ist also thema dieses moduls. zum beispiel hat ein lied eine andere wirkung wenn es in c oder in g geschrieben ist...
es ist oft nicht so leicht den direkten zusammenhang zwischen den einzelnen zugängen der module und peace studies an sich zu sehen, gestern im integrativseminar hatten wir eine gute diskussion darüber. ich finde es einfach voll bereichernd mit einer interkulturellen
gruppe zu studieren, dabei treffen soviele verschiedene fragen und sichtweisen aufeinander...

andererseits gehts schon dem ende zu, die üblichen spannungen vor den abgabeterminen der seminararbeiten (wir schreiben an projektarbeiten für das medienaktivismusmodul) resultierten heute noch in einem kleinen gruppenkonflikt...

und morgen der letzte tag. wir werden selber gelegenheit haben obertonsingen auszuprobieren und am nachmittag gibts die abschlusszeremonie und party....es gibt übrigens lustige verkleidungsfotos auf http://ourpeacefamily.blogspot.com

26. Februar 2008

singen schwingen schweben

hey, so ein schöner tag, singen, zeichnen, fussball spielen. ich liebte meine umrisse auf dem blatt papier, ich liebte es die töne schwingen zu fühlen und dann zu malen, ich war voll in mir und doch schwebend. auf dem papierbogen schau ich aus wie eine schwebende zigeunerin, in der luft und doch ganz sie selbst und unverkennbar.

am nachmittag schrieben wir unsere eigenen mantren, in der sonne im gras. je nachdem welche qualitäten wir stärken wollen in unserem leben. jeder laut hat eine bestimmte wirkung. die folgende präsentation war voll beeindruckend für mich, ganz erstaunlich wie gut wir alle singen können.

es ist jetzt echt sehr familiär hier, unser balkon, unser fussballplatz, der gatschige, auf dem wir heut gespielt habe und so oft ausgerutscht sind, unser kellerraum sowieso, im moment herrscht großes verkleiden für eine geburtstagsparty heute, jijiji...und zwischendurch schreib ich an diversen finanzansuchen weiter und am bericht für dieses letzte modul.